Aktionstag in der ACC Flugschule Hangelar zum 10. Girls Day
ACC- PRESSEINFORMATION vom 22.März 2010
Aktionstag in der ACC Flugschule Hangelar zum 10. Girls’ Day
In der ACC Flugschule sitzen die Frauen im Cockpit
Am 22. April können Mädchen bei der ACC Flugschule abheben: Zum bundesweiten Girls’ Day, dem Mädchen-Zukunftstag, lädt Fluglehrer Klaus Martiny zum Besuch in Tower, Cockpit und einer Flugzeugwerft auf dem Flughafen Hangelar ein. Zusammen mit Pilot und Ausbilder Stephan Joseph von der Fachschule für Luftfahrzeugführer Essen Mühlheim (FFL) erläutert Klaus Martiny Fluggeräte und technische Navigationshilfen. Doris Dapprich-Martiny, die zusammen mit ihrem Mann die ACC-Geschäftsleitung innehat, unterstützt die beiden Piloten bei der anschließenden Infoveranstaltung rund um die Ausbildungsmöglichkeiten zur Berufspilotin. In der ebenfalls in Hangelar ansässigen Flugzeugwerft können die jungen Besucherinnen gleich noch etwas über das Berufsbild Flugzeugmechanikerin erfahren – hier sind Frauen ebenfalls unterrepräsentiert. Bei gutem Wetter geht es auch in die Lüfte: Bei einer Platzrunde können die Mädchen hautnah die Faszination „Cockpit“ erleben:
Datum: Donnerstag, 22. April 2010
Ort: Towergebäude Flughafen Hangelar, Richthofenstraße 130, 53757 Sankt Augustin
Zeit: 10.00 bis ca. 13.00 Uhr
Frauen im Cockpit – bei großen Fluggesellschaften gehört das inzwischen zum Alltag. Doch noch immer sind Pilotinnen in der männerdominierten Fliegerwelt in der Minderheit. Die ACC Flug GmbH mit Sitz in Sankt Augustin/Hangelar bildet seit Jahren Frauen im Umgang mit einmotorigen Flugzeugen aus. Auch zum Fluglehrerteam gehört eine Verkehrspilotin mit langjähriger Flugerfahrung auf einer Boing 737. Die meisten ACC-Flugschülerinnen starten nach erfolgreich abgeschlossener Basisausbildung mit Privatpilotenlizenz erst richtig durch – und lassen sich zur Berufspilotin ausbilden. Durch die bestehende Kooperation mit der FFL Essen Mühlheim ist dies ein einfacher Schritt: Die Ausbildungskonzepte der beiden Flugschulen sind aufeinander abgestimmt. In punkto fliegerischem Können stehen Frauen ihren männlichen Kollegen in nichts nach, weiß Klaus Martiny: „Früher hieß es ja oft, Frauen fehle das Fliegergen. Ich beobachte jedoch immer wieder, dass meine Flugschülerinnen die Maschinen mit sehr viel Feingefühl steuern. Sie können sich besser in das Flugzeug hineinversetzen als viele junge Männer. Sie hören auch besser den Anweisungen zu, vielleicht weil sie nicht mit der Überzeugung antreten, schon alles zu können.“ Dem schließt sich auch Fluglehrer Stephan Joseph an: „Die Schülerinnen bereiten sich oft viel besser und engagierter vor, weil sie genau wissen, dass sie in eine Männerdomäne einbrechen. Deshalb kommen sie meistens mit weniger Flugstunden bis zur Prüfung aus als männliche Schüler.“
Nicole Witte will ins Cockpit – und ins Management
Eine der ehemaligen ACC-Flugschülerinnen ist Nicole Witte. Die 22-Jährige hat nach dem Erwerb der Privatpilotenlizenz (PPL) ein Studium in der Fachrichtung Luftverkehrsmanagement an der internationalen Fachhochschule Bad Honnef angefangen. Daneben lässt sie sich an der FFL Essen Mühlheim zur Berufspilotin ausbilden: „Mein Ziel ist es, später zweigleisig zu arbeiten, am Boden im Flugmanagement, aber auch im Cockpit. Am liebsten würde ich bei kleinen Unternehmen Business-Flüge fliegen.“ Die Ausbildung ist teuer und muss in der Regel vorfinanziert werden. Man sollte seiner Sache schon sehr sicher sein, meint Nicole Witte: „Ich habe als kompletter Fußgänger angefangen. Ein befreundeter Pilot hat mich mit zum Flugsimulator-Training genommen. Da hat es bei mir sofort gefunkt,“ erinnert sich die Studentin. Den harten Auswahltest für die Lufthansapilotenausbildung hat sie nicht geschafft, doch von ihrem Weg zum Traumberuf hat sie sich dadurch nicht abbringen lassen. Zielstrebigkeit, ihr fester Wille und die Unterstützung durch Familie und Fluglehrer Klaus Martiny haben ihr dabei geholfen. Im Sommer 2009 flog Nicole Witte ihre erste Tour quer durch Deutschland, von Sylt bis über die Alpen. „Das Glücksgefühl, wenn man von seinem kleinen Flughafen in die Welt losstartet, ist unbeschreiblich. Vor allem aber war ich unglaublich stolz, die Navigation ganz allein im Griff zu haben,“ schwärmt sie noch heute.
Nicht abschrecken lassen von zu viel Technik
Um eine Maschine sicher durch den Luftraum zu steuern, braucht es neben dem technischen Verständnis Vorausschau, Flexibilität und Verantwortungsbewusstsein. „Gerade diese Schlüsselkompetenzen besitzen viele Frauen in hohem Maße. Schade, dass sich Schulabgängerinnen immer wieder von der Technik abschrecken lassen“, bedauert ACC-Fluglehrer Klaus Martiny und begrüßt deshalb ausdrücklich Aktionstage wie den Girls Day, der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel steht. Nicole Witte lässt sich weder von Technik noch von der derzeitigen Wirtschaftskrise abschrecken, die die Einstellungssituation für Piloten einschränkt: „Das wird ja nicht immer so bleiben. Die meisten wollen sowieso in den Langstreckenflug. Da habe ich mit meinen Wünschen ganz gute Chancen. Und außerdem stehen mir durch mein Studium auch ganz bodenständige Möglichkeiten in der Luftverkehrsbranche offen. “
Interessierte Schülerinnen können sich bis zum 16. April gerne telefonisch oder per E-Mail bei Doris Dapprich-Martiny anmelden.
Presse- / Interview- und Fotoanfragen:
Doris Dapprich-Martiny
Mühlenweg 15 b
51503 Rösrath
Telefon: 02205 - 91 94 76
Fax: 02205 - 91 94 75
E-Mail: doris.martiny@ac-cologne.com
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